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BILDER EINER LESUNG: "EINE FORMALIE IN KIEW"-AUTOR DMITRIJ KAPITELMAN ZU GAST IN RAVENSBURG

Lesung am 14. Juli 2022 in Ravensburg, alle Bilder: Felix Kästle

Autor Kapitelman im Gespräch mit Journalistin Andrea Reidt. Foto: Felix Kästle
Autor Kapitelman liest aus Eine Formalie in Kiew (Buchpreis Familienroman 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag). Foto: Felix Kästle
Autor Dmitrij Kapitelman bei seiner Lesung in Ravensburg, rechts: Journalistin Andrea Reidt. Foto: Felix Kästle
Foto: Felix Kästle
Journalistin Andrea Reidt im Gespräch mit Dmitrij Kapitelman. Foto: Felix Kästle
Johannes Hauenstein (links), Vorstand der Stiftung Ravensburger Verlag, begrüßt die Gäste zur Sommerlesung mit dem Träger des Buchpreises Familenroman 2021, Dmitrij Kapitelman (rechts). Foto: Felix Kästle
Journalistin Andrea Reidt im Gespräch mit Preisträger-Autor Dmitrij Kapitelman. Foto: Felix Kästle
Foto: Felix Kästle
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Ravensburg, 14. Juni 2022 - Der ukrainisch-deutsche Schriftsteller Dmitrij Kapitelman las am heutigen Donnerstag, den 14. Juli, im Hof des Wirtschaftsmuseums Ravensburg aus seinem Familienroman „Eine Formalie in Kiew“. Rund 70 Gäste sahen die von der Journalistin Andrea Reidt moderierte Veranstaltung, die durch den Ukrainekonflikt eine ganz unerwartete Aktualität erfahren hat.
In seinem Roman, für den er im Jahr 2021 mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde, erzählt Kapitelman die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung aus der Ukraine nach Deutschland zog, um dort ein neues Leben zu beginnen. Mit scharfsinnigen Beobachtungen und bittersüßem Humor schildert der Sohn seinen stoischen Versuch, Deutscher zu werden - immerhin kann er besser sächseln als die Beamtin, bei der er den deutschen Pass beantragt. Doch gegen die deutsche Bürokratie hilft das nicht: Für seine Einbürgerung braucht der Sohn eine Beglaubigung aus Kiew. Er reist also in seine Geburtsstadt, mit der ihn nichts weiter verbindet als schöne Kindheitserinnerungen. Doch ausgerechnet dort führt das Schicksal die inzwischen stark zerstrittene Familie wieder zusammen.
„Eine Formalie in Kiew“ ist im Jahr 2021 erschienen. Durch den Krieg in der Ukraine haben die darin verarbeiteten Themen – die Flucht aus dem eigenen Land, der Verlust der Heimat, die Frage nach der kulturellen Zugehörigkeit – auf unerwartete Weise eine ganz neue Aktualität und auch Tragik bekommen. „Ich weiß nicht, ob ich Kiew je wiedersehen werde. Und was dann noch übrig sein wird von dem, was es einst war“, schrieb Kapitelmann kürzlich in einem Text für den WDR. Auf Einladung der Stiftung Ravensburger Verlag, der Buchhandlung RavensBuch und des Wirtschaftsmuseums Ravensburg kam der Autor nun nach Oberschwaben, um aus seinem Roman zu lesen. Im anschließenden Gespräch mit der Journalistin Andrea Reidt ging es auch um den Krieg in dem Land, aus dem Kapitelman einst mit seiner Familie emigrierte. Die Eintrittsgelder der Veranstaltung gehen an die Hilfsorganisation „Power-Bridge Oberschwaben“, die Spenden für die Ukraine sammelt und Geflüchtete unterstützt.

Über den Autor

Dmitrij Kapitelman wurde 1986 in Kiew geboren und kam mit acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie in Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“. Für sein zweites Buch „Eine Formalie in Kiew“ (2021) erhielt Kapitelman den Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag. Die mit 12000 Euro dotierte Auszeichnung geht jährlich an einen Autor oder eine Autorin einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa, „der oder die mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“.

Termin:
Dmitrij Kapitelman - Lesung & moderiertes Gespräch
Donnerstag, 14. Juli 2022, um 19.00 Uhr im Hof des Wirtschaftsmuseums Ravensburg, Marktstraße 22, 88212 Ravensburg
Eintritt 10 Euro zu Gunsten der Hilfsorganisation Power-Bridge Oberschwaben

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